“Amazon bedankt sich bei J.K. Rowling” titelt es derzeit auf der Amazon.de-Seite und wird es sicher noch eine Weile. Dabei weiß man nicht so recht, wer sich nun eigentlich bei wem bedanken sollte: Amazon bei Rowling, Rowling bei Amazon, Sotheby’s bei Amazon, Sotheby’s bei Rowling, arme Kinder bei Harry Potter, Leser bei Amazon oder einfach alle bei allen. Ein Weihnachtsmärchen hat man sich da zurechtgelegt: Frau aus “armen” Hause schreibt Besteller-Serie und nun eine auf sieben Stück limitierte handverfasste Märchenausgabe, von der Amazon ein Exemplar für 2,75 Millionen Euro ersteigerte. Spende Ehrensache. Bei eBay würde man nun sagen, endlich wisse man, wo die überhöhten Gebühren hingingen, Amazon kann da in deutlich magischerem Licht glänzen. Doch den Rest des Dickens’schen Märchens lese man lieber selber, bewundere das italienische Buchmacherhandwerk oder schüttle heimlich und leise etwas den Kopf. So etwas aber auch.
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